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Wie lange dauert es, bis eine Tablette wirkt?

 

Medikamente liegen auf dem Tisch und ein Mann zeigt auf die Uhr

© sebra AdobeStock 170326333

 

Von dem Moment, in dem man ein Medikament einnimmt und bis es anfängt zu wirken, vergeht eine gewisse Zeitspanne. Diese wird auch als Latenzzeit bezeichnet. Wie lange diese Zeitspanne dauert, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Grundsätzlich ist es bei Medikamenten so, dass sie zunächst in die Blutbahn aufgenommen werden müssen. Im Falle von Tabletten bedeutet das, dass sie zunächst durch den Magen in den Darm gelangen müssen, von wo aus die Wirkstoffe schließlich ins Blut überwechseln.

Einfluss darauf, wie lange dieser Prozess dauert, haben mehrere Faktoren. Zum Beispiel, wie gut sich ein Wirkstoff löst oder wie es mit seiner chemischen Zusammensetzung aussieht. Tatsächlich spielt es auch eine Rolle, in welchem Winkel eine Tablette den Magen passieren kann. Am schnellsten wirken Tabletten demnach, wenn man sich nach der Einnahme auf die rechte Seite legt.

Bei der Einnahme gilt es immer, den Beipackzettel zu beachten. Einige Tabletten sollte man auf nüchternen Magen nehmen, andere zu den Mahlzeiten. Nimmt man Tabletten kurz vor dem Essen, wirken sie schneller, denn dann ist der Magen noch leer. Bei einem vollen Magen dauert der gesamte Verdauungsprozess jedoch länger.

Auch Gewicht, Alter und andere Medikamente, die die betroffene Person noch einnimmt, beeinflussen die Zeitspanne, bis Tabletten wirken. Je nach Medikament können auch Nahrungsmittel die Wirkung beeinträchtigen.


Wie lange wirkt eine Tablette?


Grundsätzlich kann man bei Tabletten davon ausgehen, dass es ungefähr zwischen einer halben und eineinhalb Stunden dauert, bis die Wirkung eintritt. Das gilt auch für die am häufigsten eingenommenen, rezeptfrei erhältlichen Schmerzmittel. Bei Paracetamol Tabletten liegt zum Beispiel die höchste Konzentration des Wirkstoffes im Blut nach einer Stunde vor. Genauso lang ist auch die Halbwertszeit, also die Zeit, nach der noch die Hälfte des Wirkstoffes vorhanden ist. Je höher diese Halbwertszeit ist, desto länger hält die Wirkung einer Tablette an.

Bei Acetylsalicylsäure (ASS), besser bekannt als der Wirkstoff in Aspirintabletten, dauert es ebenfalls ungefähr eine Stunde, bis die Tablette wirkt. Die Halbwertszeit von ASS ist jedoch länger als bei Paracetamol und liegt bei zwei Stunden.

Noch einmal höher ist diese Halbwertszeit bei Ibuprofen, nämlich zwei bis vier Stunden. Bis die maximale Konzentration des Wirkstoffs erreicht ist, dauert es bei diesem Schmerzmittel aber auch länger, nämlich eine bis zwei Stunden.

Auch bei Naproxen dauert es meistens zwischen einer und zwei Stunden, bis man das Gefühl hat, dass die Schmerzen nachlassen. Es gehört außerdem zu den Schmerzmitteln, die vergleichsweise lange wirken, und zwar bis zu 12 Stunden.

Das Schmerzmittel, das in Tablettenform am längsten wirkt, ist Diclofenac. Gleichzeitig hat es jedoch auch den Nachteil, dass es im Vergleich sehr lange dauern kann, bis es wirkt. Das hängt sehr stark von den Tabletten selbst ab. Verfügen diese über einen säurefesten Überzug, damit sie im Magen nicht zu schnell von der Magensäure zerlegt werden, kann es entsprechend auch mehrere Stunden dauern, bis das Mittel seine Wirkung entfaltet.

Insgesamt hält die Wirkung der meisten Schmerzmittel für eine Dauer von durchschnittlich vier bis sechs Stunden an. Wie bei allen Medikamenten ist es trotzdem wichtig, sich an die empfohlenen Abstände zwischen der Einnahme mehrerer Tabletten zu halten. Außerdem sollte man die Dosis nicht kontinuierlich steigern.

Wenn sich die Beschwerden nicht schnell verbessern, ist es sinnvoller, Rücksprache mit dem Arzt zu halten und die tatsächliche Ursache abklären zu lassen. Ohne die richtige Behandlung kann sich das eigentliche Problem im Laufe der Zeit noch weiter verschlimmern. So kann es zum Beispiel bei Rückenschmerzen vorkommen, dass man durch Schmerzmittel die Symptome für eine Weile lindert, das eigentliche Problem aber nicht löst.

Rezeptfreie Medikamente sollte man ohne ärztlichen Rat nie länger einnehmen, als im Beipackzettel angegeben ist. Auch hier sind Schmerzmittel ein gutes Beispiel: Eine zu lange Einnahme kann sogar eigene Beschwerden nach sich ziehen, zum Beispiel neue Kopfschmerzen. Paracetamol belastet die Leber, ASS den Magen. Deswegen sollte man gerade Schmerzmittel in der kleinstmöglichen Dosierung und nur so kurz wie unbedingt nötig anwenden.

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