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Kreuzfahrtschiff ahoi! Die medizinische Versorgung ist mit an Bord

Denkt man an Urlaub, denkt man an alles – nur nicht an Krankheiten und Notfälle – doch was, wenn unerwartet ärztliche Hilfe erforderlich ist? Sind wir an Bord gut versorgt? 
Fern der Heimat (und des Festlandes) sind wir auf das Vorhandensein einer zuverlässigen medizinischen Versorgung angewiesen. Angesichts der Tatsache, dass fast alle Altersgruppen vertreten sind, steigt auch die Wahrscheinlichkeit chronisch Kranken zu begegnen. So eine Reise bietet durchaus Gelegenheit, nicht nur fremde Länder und Sitten, sondern auch fremde Krankheiten kennen zulernen.  

Auf deutschen Schiffen muss sich, bei mehr als 74 Passagieren, ein Arzt an Bord befinden (die internationale Regelung sieht ab 100 Passagieren die Anwesenheit eines Mediziners vor). Bei über 800 Fahrgästen sind bereits zwei Ärzte Pflicht. Auch an ergänzendem medizinischem Personal (im internationalen Bereich kann man allerdings kein deutschsprachiges erwarten) wird normalerweise nicht gespart – schließlich wollen die Anbieter von Schiffsreisen ihren Kunden eine unbeschwerte Reise ermöglichen. 

Ozeanriesen haben gewöhnlich ein komplettes Hospital an Bord, dessen Ausstattung sich meist hinter der von Festland-Krankenhäusern nicht verstecken muss. Ein Warte- und Behandlungsbereich, Zwei- oder Drei-Bett-Krankenzimmer und wichtiges Behandlungs- und Diagnostik-Equipment wie Defibrillatoren, EKG-, Röntgen- und Ultraschallapparate sind häufig anzutreffen. Auf jeden Fall ist die medizinische Crew in der Lage, Blutabnahmen inklusive wichtiger Laboruntersuchungen und – wenn Gefahr im Verzug ist – auch Notfall-OPs durchführen zu können.
Bei kleineren Passagierschiffen kann die Krankenabteilung auch eher einer Notfall-Ambulanz ähneln.
Die Apotheken auf großen Schiffen sind erstaunlich gut sortiert.

Der Medizin-Crew wird es übrigens selten langweilig; neben der Versorgung der Patienten ist sie auch für den Inhalt der Bordapotheke zuständig (Kontrolle, Bestellungen) und für die Einhaltung gewisser Hygienemaßnahmen, zum Beispiel im Hinblick auf Infektionskrankheiten. Für die Funktionstüchtigkeit der medizinischen Ausstattung ist das medizinische Personal üblicherweise genauso verantwortlich, wie für die Gesundheit der Besatzung (Impfungen, gegebenenfalls Drogen- oder Alkoholtests). Verständlich, dass auch auf hoher See Sprechzeiten gelten – über die Rezeption ist ein Arzt jedoch rund um die Uhr erreichbar; auch gibt es oft eine Notfall-Telefonnummer, die man sich am besten gleich bei Reiseantriff geben informiert, damit im Fall der Fälle keine wertvolle Zeit verloren geht.

Wie sieht es mit der Kostenübernahme aus?

Behandlungskosten sind (wenn nicht ausdrücklich anders vereinbart) nicht im Reisepreis inkludiert. 
Ob die eigene Versicherung ganz oder teilweise übernimmt, sollte bereits vor Reiseantritt mit der jeweiligen Krankenkasse abgeklärt werden.
Eine Auslandskrankenversicherung für den Zeitraum der Reise abzuschließen, ist meist die preiswerteste Möglichkeit zur Kostendeckung.
In jedem Fall ist die Arztrechnung vor Verlassen des Schiffes zu begleichen – zuhause kann sie dann beim Versicherer zur Erstattung der Kosten eingereicht werden. 

Mit einer gut ausgestatteten Reiseapotheke können Sie schon vor Reiseantritt dafür Sorge tragen, dass der Traumurlaub reibungslos abläuft. 

In meinen Koffer packe ich …

  • auf jeden Fall alle Medikamente, die ich ständig einnehmen muss – in ausreichender Menge (z.B. beim Vorliegen von Diabetes mellitus oder Herzerkrankungen). Spezielle Arzneimittel sind an Bord (im Gegensatz zu beispielsweise Mitteln gegen Sonnenbrand oder Durchfall) nicht unbedingt verfügbar.
  • Verordnungen, medizinische Berichte/Diagnosen, wenn ich bereits bei Reiseantritt ein (chronisches) Gesundheitsproblem habe.
  • eine kleine Reiseapotheke mit ein paar Pflastern, Wunddesinfektionsmittel, etwas gegen Kopfschmerzen, grippale Infekte und Reisekrankheit – damit man bei einem weniger schweren Malheur sich auch selbst helfen kann.

Ab der 24. Woche lehnen die meisten Reedereien aus Sicherheitsgründen die Beförderung von Schwangeren ab, ebenso die von Säuglingen. Das Gesundheitsrisiko für diese Passagiere ist zu hoch.

Vor der Reisebuchung sollten sich auch Urlauber, die auf regelmäßige spezielle Behandlungen angewiesen sind, erkundigen, ob diese auf dem Schiff durchgeführt werden können. Für Dialysepatienten gibt es übrigens, sowohl für Fluss- als auch für Hochseekreuzfahren, Schiffe, die mit modernen Dialysestationen ausgerüstet sind.

Man kann also grundsätzlich davon ausgehen, auch auf großer Fahrt rundum gut versorgt zu sein – im Zweifelsfall und unter besonderen Umständen gibt der Veranstalter gerne Auskunft über die Details.


 
 

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