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Heuschnupfen – Achtung Asthma

Immer mehr Menschen leiden in Deutschland an Allergien. Schon heute reagiert ungefähr ein Viertel überempfindlich auf einige eigentlich harmlose Stoffe. Der Körper bewertet diese Stoffe jedoch falsch und versucht, sie wie einen Krankheitserreger zu bekämpfen. So zum Beispiel im Falle von Heuschnupfen, bei dem die Betroffenen auf in der Luft herumfliegende Pollen reagieren. Je nachdem, gegen welche Pollen man allergisch ist, können Reaktionen vom ersten Pollenflug im Frühjahr bis in den Herbst hinein auftreten. Wann die ersten Pollen tatsächlich in der Luft sind, ist wiederum vom Wetter abhängig, bei milden Temperaturen beginnt der Pollenflug früher als bei lang anhaltender Kälte.

Symptome von Heuschnupfen sind heftiges Niesen, gerötete, juckende oder brennende Augen, Müdigkeit und Kopfschmerzen bis zu Atemnot, Magen-Darm-Beschwerden oder Schlafstörungen. Die geschwollenen Schleimhäute führen zu verstopften Nasen, unter Umständen ist man abgeschlagen und leicht reizbar. Auch Bindehautentzündungen können auftreten, ebenso Schlafmangel und in Folge Müdigkeit am Tag, geringere Leistungsfähigkeit und Probleme, sich zu konzentrieren. Wie stark die Allergie ausgeprägt ist, kommt unter anderem darauf an, gegen welche Pollen die Patienten allergisch sind.

Auch wenn Heuschnupfen überwiegend die oberen Atemwege betrifft, wirkt er sich doch auf die unteren Atemwege aus. Fast die Hälfte der Patienten, die unter Heuschnupfen leiden, entwickelt später Asthma. Heuschnupfen ist demnach im schlimmsten Falle eine Vorstufe zu allergischem Asthma und sollte so früh wie möglich behandelt werden, damit nicht am Ende eine Asthma-Therapie erforderlich ist. Erste Symptome sind hier erschwertes Atmen bei Anstrengungen oder pfeifende Geräusche beim Atmen.

Bis erste Symptome von allergischem Asthma auftreten und es zu dem sogenannten „Etagenwechsel“ kommt, also die Allergie aus dem Luftraum der Nase in der Raum der Lungen und Bronchien wandert, sollte man mit der Behandlung auf keinen Fall warten. Je früher etwas gegen den Heuschnupfen getan wird, umso besser ist es.

Das gilt auch vor allem dann, wenn Kinder betroffen sind. Bereits Kleinkinder können unter Pollenallergien leiden und in der Altersgruppe bis 17 Jahre sind schon zwischen einem Zehntel und einem Fünftel der Kinder betroffen. Von den Kindern, die bereits zu Beginn ihrer Schulzeit unter Heuschnupfen leiden, entwickelt wiederum ungefähr ein Drittel später allergisches Asthma. Ein guter Grund, bei Kindern, die die typischen Symptome zeigen, schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen und abklären zu lassen, ob eine Allergie vorliegt. Informationen zu Heuschnupfen bei Kindern bietet auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Um eine Weiterentwicklung zu allergischem Asthma zu verhindern, ist beispielsweise die Hyposensibilisierungstherapie (spezifische Immuntherapie) sinnvoll. Im Laufe der Therapie wird der Körper mit langsam steigenden Dosen des Allergieauslösers konfrontiert, bis die allergische Abwehrreaktion schließlich ausbleibt.

Selbst wenn die Betroffenen nach einer solchen Therapie nicht komplett beschwerdefrei sind, gelingt es in aller Regel zumindest, den Heuschnupfen so weit einzudämmen, dass die Symptome in Schach gehalten werden. Im besten Fall ist man also beschwerdefrei, im schlechteren Fall verbessert sich noch immer die Lebensqualität zur Heuschnupfenzeit.

Die Hyposensibilisierungstherapie kann in unterschiedlichen Varianten erfolgen: Die Allergene werden entweder injiziert, unter die Zunge getröpfelt oder in Form von Tabletten eingenommen. Schnelle Erfolge verspricht die Behandlung allerdings nicht, sondern nimmt in aller Regel mehrere Jahre (im Minimum drei) ein. Mit aus Heuschnupfen entstandenem Asthma hat man aber wesentlich länger zu kämpfen. Die Zeit in die Behandlung zu investieren, mag zwar langwierig erscheinen, ist aber der gesündere Weg.

Am wirksamsten ist die Behandlung wiederum, je früher damit begonnen wird, was ein weiterer Grund ist, sich bei entsprechenden Beschwerden möglichst schnell auf Heuschnupfen untersuchen zu lassen. Auch bei Kindern ist diese Therapie bereits möglich, sobald sie mindestens fünf Jahre alt sind.

Die Hyposensibilisierungstherapie wird über den Heuschnupfen hinaus auch bei anderen Allergien, wie zum Beispiel Hausstabmilben oder Tierhaaren angewandt. Auch aus diesen Formen der Inhalationsallergien kann sich später allergisches Asthma entwickeln, Betroffene sollten deshalb auch in diesen Fällen mit dem Arzt über eine Behandlung sprechen.

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