Erste Erwähnung fand die Apotheke 1510 in den Ratsakten. Sie befand sich zu der Zeit an der Südostseite des Marktes, wahrscheinlich auf dem Gelände, auf dem später das Residenzhaus für Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz gebaut wurde (heute Amstgericht). Die Apotheke war Eigentum des Rates der Stadt und unterstand dem Stadtarzt.

Ein über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gewordener Arzt war Kaspar Ratzenberger. Auf ihn geht die erste “Naumburgische Apothekenordnung” zurück, die der Rat 1588 beschloss. Schon 1586 ist die erste Apothekenvisitation nachweisbar, an der neben zwei Ratsherren, der Stadtarzt von Zeitz und ein Apotheker aus Weimar teilnahmen.

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Pankratius Wolff (1641)

Apothekenprivileg des Kurfürsten von Sachsen (1635)

1593 ging die Apotheke in den Privatbesitz des Apothekers Johannis Paltz (genannt Palsius) über. Nach dessen baldigen Tod kaufte sie 1601 Pankratius Wolff. Er verlegte die Apotheke 1614 auf das noch heute genutzte Grundstück. Wolff bemühte sich intensiv um ein Apothekenprivileg des Landesherren, das er am 27. Oktober 1635 erhielt. Neben dem Vorteil der wirtschaftlichen Sicherung enthielt das Privileg eine große Zahl von Forderungen zur Arzneimittelversorgung von Stadt und Umland. Pankratius Wolff war außerdem Ratsherr und während des Dreißigjährigen Krieges mehrfach Bürgermeister Naumburgs. Sein Grabstein kann noch heute in der Wenzelskirche besichtigt werden. Die Apotheke blieb bis 1744 im Besitz der Familie Wolff. In den folgenden Jahren wechselten die Besitzer der Apotheke häufig. Zeitweise wurde sie nur durch Provisoren verwaltet.

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Das Gebäude Markt 2 vor und nach dem Umbau im Jahr 1897.

1803 erschien für die “Alte Apotheke” am Markt erstmalig der Name “Apotheke zum Goldenen Löwen”. 1820 kaufte Dr. Ludwig Franz Tuchen aus Berlin die Apotheke. Ihm folgte 1853 sein Sohn Dr. Anton Tuchen und 1893 sein Enkel Arthur Tuchen. Auf diesen gehen das heutige Aussehen  der Hausfassade und die Offizineinrichtung der Apotheke zurück. 1903 übernahm Dr. Emil Dencks die Apotheke. Nach ihm führte sie sein Sohn und später seine Enkelin bis 1977. Danach gehörte die Apotheke, bis 1990 in staatlichem Besitz, zum Pharmazeutischen Zentrum Naumburg. Neben der Aufgabenstellung einer öffentlichen Apotheke erfüllte sie in dieser Zeit auch Aufgaben eines zentralen Herstellungslabors und einer zentralen Ausbildungsstätte.

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Rührwerke zur Salbenherstellung

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Seit 1990 ist die Apotheke wieder in Privatbesitz und wird nunmehr seit über 110 Jahren von der Familie Dencks / Hünerbein geführt.

 

Löwen-Apotheke
Dr. Andreas Hünerbein
Markt 2  06618 Naumburg

 

Tel. +49 3445 24110  Fax +49 3445 241119

 

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